Samstag, 25. April 2009

Geschichten von... überall, Teil 4

Trotz einiger Verzögerungen, Irrungen und Wirrungen, nun endlich der nächste Teil der Reiseberichte, der schon länger auf Halde lag. Wenigstens bis zum nächsten Urlaub wollte ich damit schon noch fertig werden ;) Apropos Urlaub: Der Trip nach Festlandchina ist nach derzeitigem Stand eher wahrscheinlich (so 51:49 würde ich sagen), und warum ich nach Deutschland komme kann/will ich jetzt endlich auch mal konkretisieren, dem wird aber ein eigener Eintrag gebühren. Nun aber zunächst, zurück zum Programm.

Nach dem letzten, pickepackevollen Trip war der äußerst vernünftige Plan für den nächsten Tag, sich "nur" etwas in der Umgebung von Tai Nan anzuschauen. Also ging es erstmal ziemlich spontan zum Affenberg, von dem ich schon einige Geschichten gehört hatte. Und tatsächlich, es handelte sich um einen Berg, voller Affen! Die größtenteils rumsaßen, um sich von Touristen füttern zu lassen :)



Auf dem weiteren Weg Richtung Mao Lin-Nationalpark gab es einen weiteren spontanen Halt, und zwar bei dem beeindruckend großen Tempel, an dem wir 2006 auf dem Weg zum Rafting vorbeigekommen waren. Damals reichte es nur für einen kurzen Fotostopp, diesmal war zum Glück mehr Zeit zum Erkunden des Ganzen.



Neben vielem anderen Krimskrams gab es da auch schon wieder Affen. Das war wohl das Thema für den Tag.



Allerdings haben wir da doch ein gehöriges Maß an Zeit vertrödelt, so dass es dann letzlich bei der Ankunft im Nationalpark schon zu spät war, um noch sinnvoll irgendwas zu machen, dazu war es in den Bergen (mal wieder) ganz schön neblig, oder besser gesagt wolkig. Naja, ein bisschen unglücklich gelaufen, immerhin konnte man dann auf dem Heimweg mal wieder einen hübschen Sonnenuntergang mitnehmen, dafür bin ich ja immer zu haben.



Sonne in allen Varianten sollte aber auch das Thema für die nächsten Tage sein, dazu mehr in den nächsten Folgen, die hoffentlich etwas schneller folgen ;)

Montag, 20. April 2009

Schadensbericht

Also, aus aktuellem Anlass immer noch keine Fortsetzung der Reiseberichte, dafür etwas, was zumindest für mich von Interesse ist.

Gestern war endlich der Tag gekommen, an dem ich den Grund meiner anhaltenden Knieprobleme erfahren sollte, und die Diagnose ist genauso klar wie erschreckend: Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie. Dass ich davon überhaupt erfahren habe war schon ziemlich nett, der Arzt hatte es zunächst mal vorgezogen der anwesenden Gruppe von Studenten 10 Minuten lang auf Chinesisch zu erklären was los ist, bevor er mich überhaupt mal angeguckt hat, und danach meinte er auch noch witzig sein zu müssen:

Er: "Sehen Sie das hier?"
Ich:"Tut mir leid, ich sehe da nix."
Er: "Haha, genau, da sollte eigentlich ihr Kreuzband sein, isses aber nicht!"

Fand ich in dem Moment irgendwie nicht so lustig. Immerhin wurde er danach etwas ernsthafter und erklärte mir, was das genau bedeutet. Zunächst mal, dass der Unterschenkel eine Fehlstellung von ca. 1cm aufweist, was zu ständiger Falschbelastung der Muskeln und der gesunden Bänder führt, woher auch meine Schmerzen kommen. Weiterhin führt das ganze normalerweise zu einer seitlichen Instabilität des Knies.

Aber, bei mir ist die Instabilität fast nicht festzustellen. Warum? Nun, nach jahrelangem Fußballspielen und Fahrradfahren ist meine Muskulatur dermaßen ausgeprägt, dass die Stabilität immer noch auf "normalem" Niveau ist. Also, Ironie des Schicksals, dass ich eigentlich das Richtige gemacht habe in der Vergangenheit hat jetzt für mich zur Folge gehabt, dass die Verletzung ohne Tomographie gar nicht festgestellt werden konnte und ich deswegen gut vier Monate mit gerissenem Kreuzband rumgelaufen bin und sogar wieder Fußball gespielt habe, was beliebig schwere Folgeverletzungen hätte nach sich ziehen können. Dem Arzt von damals will ich dabei gar keinen Vorwurf machen, er hat sicher im besten Glauben gehandelt und hielt weitere Untersuchungen für unnötig, aber ärgerlich ist es schon, vor allem dass ich soviel Zeit verloren habe.

Nun ja, es hilft ja nichts, über Vergangenes zu trauern, daher nun der weitere Ablauf: Am 3.7., also quasi direkt nach meiner Rückkehr aus Deutschland, werde ich mich unters Messer begeben und ein schönes neues Kreuzband bekommen, geformt aus einem Stück meiner Patellasehne. Nach spätestens zwei Monaten sollte ich dann wieder problemlos laufen können, und nach vier bis fünf Monaten könnte ich wieder mit richtigem Training anfangen.

Ich hätte das ganze übrigens auch Ende Mai machen können, aber mit den anschließenden Reisestrapazen wäre das doch ein erhebliches Risiko gewesen. Die andere Alternative wäre gewesen, gar nichts zu machen, da mein Knie ja durchaus alltagstauglich ist. Dies wäre aber verbunden gewesen mit einem Verzicht auf ernsthaften Sport für... den Rest meines Lebens. Mit 25 Jahren fühle ich mich aber noch ein bisschen zu jung für mein Karriereende :) Traurigerweise ist es aber definitiv das Ende meiner kurzen Laufbahn bei Tai Nan Phoenix, was schon schade ist, aber so ist das Leben manchmal.

Zum Schluss aber, um diesem doch leicht depressiven Eintrag noch eine positive Note zu geben, eine gute Nachricht: Die DAAD-Forschungskonferenz, von der ich vor ein paar Monaten mal fabuliert habe, findet nun vom 5. bis 7. Juni in Bei Jing (VR China) statt, und ich bin eingeladen, auf Kosten des DAAD dort hinzureisen. Das wirft zwar einige organisatorische Problemchen auf (schließlich will ich an dem Wochenende ja nach Deutschland kommen), aber wenn sich das irgendwie machen lässt würde ich das schon gerne mitnehmen.

Also, sieht doch so aus als hätte ich im Sommer eine ganze Menge Termine und Menschen auf die ich mich freuen kann, und ein schönes neues Knie zu bekommen ist doch eigentlich eine feine Sache :)

Dienstag, 14. April 2009

Ehre, wem Ehre gebührt

Wie versprochen, jetzt auch einige visuelle Eindrücke vom Wochenende, mit dem Fokus auf denjenigen, die besonders Eindruck hinterlassen haben :)

Zunächst, Red Star in voller Pracht, mit AJ, Jose, Pablo, Rei, Rob, Joe, Dan, Tom, Rodrigo, Chris, Euston, Khaled, Schumy und Andy.



Weiterhin natürlich Phoenix mit Kyle, Logan, Mark, Alu, Aki, Miki, Dave, Dan, Ken, Raf, Nis, Ferg, Dave II, Leigh, Ollie und Erick.



Von T3 war leider kein Gesamtbild aufzutreiben...

Der Publikumsliebling war Kyle, nicht nur für seinen unermüdlichen Einsatz, sondern auch wegen des Tores in der Vorrunde, das erst das Weiterkommen sicherstellte. Hier wird dieser Treffer gerade bejubelt, Kyle befindet sich ganz unten und hat sich vielleicht für eine Sekunde gewünscht, nicht getroffen zu haben ;)



Von der Leistung her unangefochten der Spieler des Turniers: Erick, der in 7 Spielen nur ein einziges Gegentor hinnehmen musste, und im Elfmeterschießen seine Klasse zeigte. Hut ab!



Diese Bilder entstanden dann nach dem Triumph, mit der schon leicht angeheiterten Mannschaft, Kapitän Ferg, der den Pokal überreicht bekommt (vom schwer am Knie verletzten Mamun, dem das Turnier gewidmet war) und natürlich Kyle, der gerade ein volles Fass mit Eiswasser abbekommen hat.







Tja, ein Bild sagt mehr als tausend Worte, ein Video sagt aber noch mehr als tausend Bilder, deswegen nun noch einige Beiträge der feinen Menschen von taiwanfootball.com

Der große alte Mann des taiwanischen Fußballs, Chris, lässt die Welt an seiner Weisheit teilhaben.



Ollie erklärt, warum er anstatt den Ball ins leere Tor zu schießen (der gegnerische Torwart war in der Schlussphase aufgerückt) lieber über den Ball gestolpert ist und erläutert auch, warum er Tai Zhong so toll findet.



Rob, Kapitän von Da An, nimmt Stellung zum "Deportivo-Zwischenfall".



Und natürlich das Elfmeterschießen, mit der Parade von Erick und Treffern von Aki, Kyle, Ferg und Raf.

Montag, 13. April 2009

Sale Campeon!

Frohe Ostern erstmal, und Entschuldigung für die wieder mal nur sporadisch auftauchenden Tagebucheinträge. Man kommt aber auch zu nix dieser Tage, und die weiteren Reiseberichte werden auch noch ein bisschen auf sich warten lassen, weil aktuellere Dinge erzählt werden wollen.

Dieses Wochenende stand endlich wieder großer Fußball auf dem Programm, Mannschaften aus ganz Taiwan kamen in unsere schöne Stadt, um die Krone des Landesmeisters für sich zu beanspruchen, bzw. uns wegzunehmen. Denn wie sich der eine oder andere vielleicht erinnert endete das letzte Turnier in Gao Xiong mit einem Triumph für Tai Nan Phoenix, und der Titel sollte vor heimischer Kulisse natürlich verteidigt werden. Ich konnte dabei leider diesmal nicht mitwirken, weil mein Knie mir mal wieder (oder eher immer noch) Probleme macht, aber da werde ich demnächst genau wissen was los ist, die Tomographie wurde schon gemacht und wird gerade ausgewertet :)

Nichtsdestotrotz traten wir wieder mit drei Teams an (Phoenix, Red Star, T3), insgesamt war das Teilnehmerfeld 16 Mannschaften stark. Der Modus: Zunächst 4 Gruppen mit 4 Mannschaften, die besten 2 gingen weiter in die Zwischenrunde, die anderen in die "Verliererrunde". Da gab es dann jeweils 2 4er-Gruppen, die die Finalisten für den Gesamtsieg und den "Trostpreis" ausspielten. Spielzeit jeweils: 25 Minuten pro Partie.

Während T3 am gesamten Wochenende von ihren Partien nur eine einzige gewann und damit für den Turnierverlauf nicht wirklich eine Rolle spielte, qualifizierte sich Red Star problemlos für die Zwischenrunde. Anders als die eigentlich topgesetzten Phoenix, die sich im letzten Vorrundenspiel nur mit einem Pfosten-Abpraller-Kullertor in letzter Sekunde für die nächste Runde qualifizieren konnten. Schwein gehabt, und zum ersten Mal sah man erwachsene Männer wie Gummibälle umherspringen.

Die Dramatik wurde aber in der Zwischenrunde nochmal gesteigert, denn aufgrund der anderen Ergebnisse brauchte Phoenix im letzten Spiel einen Sieg mit mindestens 3 Toren Unterschied, um ins Finale zu kommen. Bis 2 Minuten vor Schluss stand es noch 1-0, nur damit man dann in einem selten gesehenen Kraftakt doch noch 2 Tore nachlegte und den Finaleinzug perfekt machte. An dieser Stelle: Schon wieder umherspringende Gummibälle.

Red Star erwischte einen weniger glücklichen Verlauf, nach 2 verlorenen Zwischenrundenspielen war das letzte Spiel eigentlich bedeutungslos, ABER trotzdem das stimmungsvollste des ganzen Turniers. Es ging nämlich gegen Deportivo, die ihrerseits auch einen hohen Sieg gegen Red Star brauchten um ins Finale einzuziehen. Allerdings waren diese freundlichen Herrschaften das ganze Wochenende durch Provokationen, Beleidigungen und schlechtes Benehmen aufgefallen (was u.a. beinahe zu einer Massenschlägerei führte), so dass niemand, aber auch wirklich niemand die im Finale sehen wollte. So eine feindselige Kribbel-Atmosphäre hätte man auch mit 10 mal so vielen Zuschauern nicht hinbekommen, und passend dazu holte Red Star nochmal alles raus und verhinderte (trotz einer 0-1 Niederlage) erfolgreich ein Weiterkommen dieser südamerikanischen Rüpeltruppe. Adios, Amigos!

Im Finale traf Phoenix dann auf die wesentlich freundlicheren Jungs aus Da An, wobei hier fairer Spitzenfußball geboten wurde, mit zwei absolut gleichstarken Mannschaften. So stand es nach regulärer Spielzeit und Verlängerung 0-0, und das Elfmeter-Schießen musste herhalten. Nachdem (der ohnehin das ganze Wochenende überragend haltende) Erick direkt den ersten Ball hielt, unsere Schützen traumwandlerisch sicher verwandelten und Da An dann noch einen Elfmeter neben das Tor setzten stand es am Ende 4-1, und zum letzten Mal an diesem Tag war das Gummiball-Phänomen zu beobachten, nur diesmal hielt es den ganzen Abend an, auch dank des Freibiers, das vorzugsweise direkt aus dem Pokal genossen wurde :)

Also, wir haben den Titel verteidigt (auch wenn ich noch weniger dazu beigetragen habe als letztes Mal), und es war ein wunderbares, stimmungsvolles, sonniges Wochenende voller Fußball. Was will man mehr? Naja, vielleicht ein paar Bilder, aber die werden noch kommen, sobald die offiziellen Team-Fotografinnen Ada und Rose fertig sind mit Sichten und Hochladen. Vielleicht heute abend? Schaun mer mal. Übrigens folgt dann ganz bestimmt auch bald der nächste Teil der Reiseberichte. Denke ich.

Montag, 6. April 2009

Geschichten von... überall, Teil 3

Da es von der Sprachschule noch nichts Spektakuläres zu berichten gibt (hey, ich war erst einen Tag wieder da), direkt und ohne Umschweife zu weiteren Erlebnissen von unterwegs.

Am nächsten Tag ging es von Tai Dong aus... nochmal zum Water Running Up, um die Sache jetzt doch mal endgültig zu klären. Ich bin dabei zu der Ansicht gelangt, dass es sich schlichtweg um eine optische Täuschung handelt, kann aber auch sein dass ich damit daneben liege. Künftige Generationen von Wissenschaftlern können darauf vielleicht eine bessere Antwort finden.

Jedenfalls machten wir uns danach wieder auf in Richtung Süden, in Richtung Ken Ding. Der gewohnt ansehnliche Strand war auch da, wo ich ihn erwartet hatte, aber leider war das Wetter doch ein bisschen zu usselig.



Natürlich kann man in Ken Ding aber noch andere Sachen machen, z.B. durch den Nationalpark wandern oder sich an der Südspitze Taiwans den Wind um die Nase wehen lassen.



Wind und Regen blieben dann auch Begleiter auf dem Weg zum örtlichen Korallenriff (einige werden sich... naja, eigentlich sollte sich vor allem Jana erinnern), so dass todesverachtendes Herumklettern diesmal wirklich todesverachtend gewesen wäre. Macht aber nichts, war trotzdem schön, und schon auf dem Weg nach Hause gab es dann noch ein kleines, diesmal eher chemisches Highlight: Chu Huo, ein kleiner, aber feiner Park in dem Gas aus dem Boden entweicht und sich an der Luft entzündet. Hübsch anzusehen bei Nacht, und von den Taiwanern auch gerne genutzt... um Popcorn zu machen. Naja, warum nicht, praktisches Denken halt :)

Dann war aber endgültig der Weg nach Hause angesagt, mit einem kurzen Abstecher durch das nächtliche Lichtermeer von Gao Xiong (inklusive verwirrender Verkehrsführung, gell Papa?), und so endete ein sehr, sehr vollgepackter Ausflug todmüde in Tai Nan...

Sonntag, 5. April 2009

Super Extra Bonus!

Tja, mein Hilferuf wurde erhört, mein Vater hat mir ein wenig ausgeholfen, daher nun doch ein paar Bilder aus den ersten Tagen... man gönnt sich ja sonst nichts.

Zunächst, die vortrefflichen jungen Leute, die uns zum Eieressen eingeladen haben.



Dies schon auf dem Weg nach Taroko. Die Freude über das erfolgreiche Identifizieren eines Berges ist sichtlich groß.



Hier dann schließlich Taroko selbst, mit dem ganzen Zeugs, das ich ja schon sehr unzulänglich beschrieben hatte :)






Und natürlich auch noch der Pazifik, von nah und fern.




In den nächsten Einträgen dann: Bilder, von Anfang an. Versprochen.

Samstag, 4. April 2009

Geschichten von... überall, Teil 2

Es ist aber auch manchmal schwer sich aufzuraffen, nun aber endlich zum zweiten Teil, leider wieder ohne Bilder, aber die kommen noch, versprochen!

Der erste große Trip sollte direkt zum größten Highlight führen, der Ostküste mitsamt Taroko-Schlucht. Aber natürlich nicht auf dem langweiligen Weg, an den Bergen vorbei, sondern mittendurch. Also ging es zunächst nach Tai Zhong, und von dort aus auf den Central Cross Island Highway, der wie der Name schon sagt quer über die Insel führt. Tut er eigentlich auch, aber an diesem Tag leider nicht, nach nicht allzu langer Zeit trafen wir auf eine Straßensperre und wurden freundlich darauf hingewiesen, dass kein Durchkommen ist. Immerhin konnte ich den Arbeitern eine handgezeichnete Karte mit der Alternativroute abringen, die ich nach einiger Mühe dann auch mit meinem komplett auf Chinesisch gehaltenen Straßenatlas abgleichen konnte :)

Dieser Umweg kostete uns dann zwar massig Zeit, aber gelohnt hat es sich, denn der Weg führte auch hier über Gipfel und Pässe weit oberhalb der Wolkengrenze, was zwar sehr kalt war beim Pausieren, aber auch überaus ansehnlich. Und irgendwann trafen wir auch tatsächlich auf die Taroko-Schlucht selbst, da war es dann aber leider schon reichlich spät. Wer sich an meine Videos von vor ein paar Monaten erinnert, kann sich die abendliche Fahrt ganz gut vorstellen, indem man noch dunkle Nacht und dicken Nebel hinzuaddiert, so dass man kaum 20 Meter weit sehen konnte. Ging aber zum Glück gut, so dass wir heil an der Jugendherberge in Tian Xiang ankamen.

Am nächsten Tag hatte sich der Nebel dann zum Glück verzogen, und man konnte in Ruhe das machen, was man in Taroko halt macht: Rumfahren, rumlaufen, staunen. Über Wasserfälle, Hängebrücken, und die überhaupt atemberaubende Landschaft. Hab ich schon erwähnt, dass ich keine Bilder habe? Doof, oder?

Aber der Tag war natürlich erst halb rum, so ging es also noch an den Pazifikstrand (nur um von übereifrigen Rettungsschwimmern verscheucht zu werden), und danach weiter auf der Küstenstraße Richtung Süden. Dort gab es dann noch einen kurzen Stopp bei der Plattform der drei Unsterblichen (aufmerksame Leser werden sich auch hieran erinnern), und bei einem Highlight, das noch ganz oben auf meiner persönlichen To-Do-Liste stand: Das "Water Running Up"! Warum das Wasser an dieser Stelle entgegen der Newtonschen Physik nach oben zu fließen scheint konnte aber dank Regen und einbrechender Dunkelheit nicht abschließend geklärt werden. So begab man sich abends ins Hotelbett in Tai Dong, mit dem quälenden Gedanken, dass die Gesetze der Physik doch nicht überall gelten. Oder handelt es sich dabei gar um einen quantenmechanischen Effekt? Wo sind die PhysikerInnen, wenn man sie braucht? Und warum schreibe ich so einen Blödsinn? Vielleicht weil es gerade 2:00 Uhr nachts ist? Antworten darauf hoffentlich im nächsten Eintrag...