Sonntag, 19. Juli 2009

Ich lebe noch!

Nach einer gefühlt ewigen Funkstille, für die es einige gute Gründe gibt, will ich mich nun endlich einmal aufraffen, die letzten Wochen(fast schon Monate eher) aufzuarbeiten, wenn auch ein wenig in Kurzfassung, um den Rahmen nicht vollends zu sprengen. Gelegenheit dazu gibt mir eine ziemlich unangenehme Erkrankung(dazu später mehr) weswegen größere Touren außerhalb der eigenen vier Wände im Moment nur sporadisch vorkommen.

Aber von Anfang an: Nach meiner relativ ereignislosen Reise nach Deutschland und einem Tag Ruhepause bei meiner Familie kam es endlich zum Wiedersehen mit meiner wunderbaren Charlotte, und nach einer (ziemlich kurzen) Beschnupperphase waren wir uns beide sicher: Ja, es passt, wir sind zusammen, und es ist wunderbar so :) Und nachdem dieser wichtigste Punkt meiner Heimreise geklärt war, konnten wir uns in Ruhe daran machen, uns für die Hochzeit vorzubereiten, was im Wesentlichen daraus bestand meine Frisur und mein Outfit auf ansehnliches Niveau zu bringen, was auch so halbwegs gelungen ist. Bald darauf ging es dann mit dem Auto meines Bruders (vielen, vielen Dank nochmal an dieser Stelle) nach Göttingen, zu Jana, die uns (d.h. Charlotte, mir, Philip, Kai, und Britta) freundlicherweise Unterkunft gewährte, auch dafür nochmal vielen Dank! Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Duderstadt, zur meiner Ansicht nach sehr stimmungsvollen Hochzeitszeremonie, gefolgt von einer sehr schönen Hochzeitsfeier. Einziger Wermutstropfen war, dass Cornelia mich nicht auf Anhieb erkannt hat, anscheinend waren meine kosmetischen Korrekturen doch erfolgreicher als ich dachte :) Nach einer Feier bis in die Morgenstunden und einer kurzen Nacht gab es dann noch ein gemeinsames Frühstück mit Brautpaar und den anderen Gästen, und danach ging es schon wieder los für uns. An dieser Stelle (schon wieder) Dank, an Cornelia und Matthias und alle anderen, die zu den unvergesslichen Tagen beigetragen haben!

Charlotte und ich machten uns dann auf den Weg nach Saarbrücken, wo ich ihre Familie und ihre Stadt schonmal ein bisschen kennenlernen durfte, und dann musste ich mich schon wieder auf den Weg zurück nach Düsseldorf machen, um meinem Bruder das Auto (unversehrt!) zurückzugeben. Die folgende Woche nutzte ich dann, um eine ganze Reihe von Freunden und Verwandten wiederzusehen, viele Grüße an dieser Stelle an alle, die mich gesehen haben, und sorry an alle, die ich nicht sehen konnte, das wird bestimmt irgendwann nachgeholt!

Nach dieser Woche ging es dann wieder nach Saarbrücken, diesmal per Bahn, und in den folgenden Tagen gab es noch mehr Gelegenheit, Charlottes Freunde und Familie kennenzulernen, was ich sehr genossen habe, und die Zeit ging rasend schnell vorbei. Dann kam nämlich mein Vater, um uns nochmal nach Düsseldorf zu holen, denn meine Eltern haben Charlotte erwartungsgemäß auch ins Herz geschlossen, uns so wollten sie vor unserer Abreise noch etwas Zeit mit ihr (und nebenbei auch mit mir) verbringen :) Außerdem gab es natürlich noch die weltbekannte Altstadttour meines Bruders, danke dafür nochmal!

Dann ging es aber wirklich zum Flughafen, danke für den Fahrservice an meinen Vater! Wir hatten auch keine nennenswerten Probleme mit dem Flug oder sonst irgendwas auf der Rückreise, so dass wir sicher und müde in Tainan ankamen, wo ich einen Tag Zeit hatte, mich vor meiner Knie-OP auszuruhen. Die wurde dann von dem selben spaßigen Arzt durchgeführt, der damals die Diagnose gestellt hat, und verlief planmäßig und ohne Komplikationen. Ich konnte direkt ohne Krücken laufen, kam nach vier Tagen raus und bin nur mit einer Beinschiene ausgerüstet, um meine Knie noch zu schützen, die kommt aber auch bald weg hoffentlich. Einen Riiiiiiiiiesendank an dieser Stelle nochmal an Charlotte, die sich im Krankenhaus und auch danach aufopferungsvoll um mich gekümmert hat und immer noch kümmert.

Das "immer noch" ist leider notwendig, weil ich ein paar Tage nachdem ich aus dem Krankenhaus kam, nun ja, krank geworden bin. Die anfängliche Vermutung einer einfachen Erkältung erwies sich leider als Fehleinschätzung, in der Tat handelt es sich wohl um Pfeiffersches Drüsenfieber in Verbindung mit einer Mandelentzündung, was im Moment sehr nervig und kraftraubend ist, aber nachdem die richtige Diagnose im zweiten Anlauf gestellt wurde und ich inzwischen richtig behandelt werde geht es schon ein bisschen besser. Ich hoffe, dass ich in nicht allzu langer Zeit wieder fit bin und mich endlich mehr dem Chinesischlernen und natürlich meiner wunderbaren Charlotte widmen kann, die eigentlich schon viel zu viel von mir aushalten musste. Ich hoffe, die nächste Zeit, wird etwas leichter und angenehmer, für uns beide. Danke mein Engel, für alles was du für mich tust!

Nun, das war es auch schon mit der Zusammenfassung der letzten Wochen, es hat sich einiges ereignet und ich musste viele Details weglassen, aber ich hoffe in Zukunft wieder etwas häufiger zu schreiben, und dann auch nicht so viel Kram auf einmal. Ich werde es zumindest versuchen :)

2 Kommentare:

Anonymous Dom meinte...

Mein Lieber,

anscheinend hat Deine Krankheit sich nicht auf Deine schriftstellerischen Qualitäten ausgewirkt, das beruhigt schon einmal ein wenig. Werde mich mal schlau machen, was Du Dir da eingefangen hast, erinnerte mich zunächst an die "Feuerzangenbowle" ("Pfeiffer mit drei f"). Jedenfalls gute Besserung und alles Liebe, auch von den Älteren!

29. Juli 2009 20:10  
Anonymous Patrick meinte...

Gute gute Besserung!!

2. August 2009 18:51  

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