Samstag, 4. April 2009

Geschichten von... überall, Teil 2

Es ist aber auch manchmal schwer sich aufzuraffen, nun aber endlich zum zweiten Teil, leider wieder ohne Bilder, aber die kommen noch, versprochen!

Der erste große Trip sollte direkt zum größten Highlight führen, der Ostküste mitsamt Taroko-Schlucht. Aber natürlich nicht auf dem langweiligen Weg, an den Bergen vorbei, sondern mittendurch. Also ging es zunächst nach Tai Zhong, und von dort aus auf den Central Cross Island Highway, der wie der Name schon sagt quer über die Insel führt. Tut er eigentlich auch, aber an diesem Tag leider nicht, nach nicht allzu langer Zeit trafen wir auf eine Straßensperre und wurden freundlich darauf hingewiesen, dass kein Durchkommen ist. Immerhin konnte ich den Arbeitern eine handgezeichnete Karte mit der Alternativroute abringen, die ich nach einiger Mühe dann auch mit meinem komplett auf Chinesisch gehaltenen Straßenatlas abgleichen konnte :)

Dieser Umweg kostete uns dann zwar massig Zeit, aber gelohnt hat es sich, denn der Weg führte auch hier über Gipfel und Pässe weit oberhalb der Wolkengrenze, was zwar sehr kalt war beim Pausieren, aber auch überaus ansehnlich. Und irgendwann trafen wir auch tatsächlich auf die Taroko-Schlucht selbst, da war es dann aber leider schon reichlich spät. Wer sich an meine Videos von vor ein paar Monaten erinnert, kann sich die abendliche Fahrt ganz gut vorstellen, indem man noch dunkle Nacht und dicken Nebel hinzuaddiert, so dass man kaum 20 Meter weit sehen konnte. Ging aber zum Glück gut, so dass wir heil an der Jugendherberge in Tian Xiang ankamen.

Am nächsten Tag hatte sich der Nebel dann zum Glück verzogen, und man konnte in Ruhe das machen, was man in Taroko halt macht: Rumfahren, rumlaufen, staunen. Über Wasserfälle, Hängebrücken, und die überhaupt atemberaubende Landschaft. Hab ich schon erwähnt, dass ich keine Bilder habe? Doof, oder?

Aber der Tag war natürlich erst halb rum, so ging es also noch an den Pazifikstrand (nur um von übereifrigen Rettungsschwimmern verscheucht zu werden), und danach weiter auf der Küstenstraße Richtung Süden. Dort gab es dann noch einen kurzen Stopp bei der Plattform der drei Unsterblichen (aufmerksame Leser werden sich auch hieran erinnern), und bei einem Highlight, das noch ganz oben auf meiner persönlichen To-Do-Liste stand: Das "Water Running Up"! Warum das Wasser an dieser Stelle entgegen der Newtonschen Physik nach oben zu fließen scheint konnte aber dank Regen und einbrechender Dunkelheit nicht abschließend geklärt werden. So begab man sich abends ins Hotelbett in Tai Dong, mit dem quälenden Gedanken, dass die Gesetze der Physik doch nicht überall gelten. Oder handelt es sich dabei gar um einen quantenmechanischen Effekt? Wo sind die PhysikerInnen, wenn man sie braucht? Und warum schreibe ich so einen Blödsinn? Vielleicht weil es gerade 2:00 Uhr nachts ist? Antworten darauf hoffentlich im nächsten Eintrag...

3 Kommentare:

Anonymous Die Jana meinte...

Mensch, schade, wenn man einen Physiker kennen würde könnte der einem das bestimmt erklären...
Habe höchsterfreut gelesen dass Duderstadt auf deinem Tourplan steht! Und das schon in 2 Monaten, juppidu :o) Ganz liebe Grüße!

5. April 2009 15:05  
Blogger Michael meinte...

Jap, ich gehe mal davon aus, dass wir uns bei der Gelegenheit wiedersehen werden. Nein, eigentlich bin ich mir sicher ;) Ich freu mich schon!

6. April 2009 18:09  
Anonymous Patrick meinte...

Water Running Up? Sachen gibt's...

8. April 2009 11:07  

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