Samstag, 3. Januar 2009

Geschichten von der Ostküste, Teil 5

Das neue Jahr ist da, es hat mit dem langen Wochenende gut angefangen, und so langsam aber sicher erhole ich mich sowohl von meiner Erkältung als auch (endgültig) von meiner Knieverletzung, Tag für Tag geht es mehr in Richtung "normal". Das ist auch gut so, denn die Lust endlich anzufangen ist groß, und damit meine ich nicht nur den Fußball. Ich werde es aber nicht überstürzen, versprochen, die Gesundheit geht immer noch vor...

Nun aber zurück zu den dramatischen Ereignissen, die sich an der Ostküste zugetragen haben. Nach Verlust des lonely planet standen im Wesentlichen drei Möglichkeiten zur Wahl:

1. Ohne Reiseführer weitermachen. Ausgeschlossen, keine Frage.

2. Irgendwo in Tai Dong einen neuen besorgen. Sicher nicht unmöglich, aber in einer fremden Stadt nicht einfach, außerdem ging es speziell bei diesem lonely planet auch um den emotionalen Wert, hatte er uns doch schon 2006 auf allen Wegen begleitet.

3. Zurückholen! Jawoll! Nichts ist unmöglich, und warum sollten wir unser Glück schon ausgereizt haben?

Also, auf den Weg gemacht zum Sitz der Ding Dong Bus Company, wo eine freundliche Dame, nachdem wir ihr unser Schicksal geschildert hatten, tatsächlich alle Hebel in Bewegung setzte, um uns zu helfen. Sie machte den Bus ausfindig, mit dem wir gefahren waren, konnte den Fahrer identifizieren, der den lonely planet gefunden hatte, und am Ende (nach einer gefühlten Ewigkeit und reichlich telefonieren) wurde er uns zurückgebracht! Unversehrt (bzw. so versehrt wie er vorher auch schon war)! Ein herrliches vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, und ein weiterer Beweis für die Mentalität der Menschen in Taiwan.

Da dann aber der Tag eigentlich schon halb rum war, und da wir am Vortag schon reichlich Sonne abbekommen hatten, wurde der ursprüngliche Plan nach Green Island zu fahren erstmal auf Eis gelegt, stattdessen machten wir uns (natürlich mit dem Ding Dong Bus) auf den Weg nach Zhi Ben, einem Örtchen in der Nähe von Tai Dong. Dort nahmen wir uns natürlich, wie sollte es anders sein, den nächsten Wanderweg vor, und ausnahmsweise klappte es mal mit unserer Zeitplanung und Orientierung, so dass wir ohne größeren Druck den Weg mitsamt Affen am Wegesrand, motivierenden Schildern und Wasserfall genießen konnten.













Bei einbrechender Dunkelheit, aber darin waren wir ja inzwischen routiniert, haben wir uns dann zurück in den eigentlichen Ort begeben, und uns für die letzte Übernachtung das teuerste Hotel unserer kleinen Tour gegönnt. Natürlich nicht ohne Hintergedanken, denn Zhi Ben ist auch bekannt für seine heißen Quellen, und so konnten wir in der hoteleigenen Quelle am Abend aber mal so richtig schön die müden Knochen entspannen... herrlich.

Damit endete dann auch dieser Tag sehr erfreulich, und die Geschichten von der Ostküste nähern sich ebenfalls ihrem Ende. Ein wenig gibt es aber noch zu erzählen, im nächsten (und letzten) Eintrag dieser Reihe.

2 Kommentare:

Blogger the.kim.peterson meinte...

this has nothing to do with your post, but I miss you guys!

5. Januar 2009 11:25  
Anonymous Patrick meinte...

Victory is awaiting you? Haha, geil...

5. Januar 2009 21:08  

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