Donnerstag, 28. August 2008
Das Wichtigste hab ich natürlich wie immer vergessen. Nach anhaltenden Quengeleien von Teilen des Publikums (Gruß nach Göttingen an dieser Stelle) will ich jetzt doch mal meine Nasszelle präsentieren, inkl. vollintegrierter Dusche (sprich: kein Duschvorhang oder so Spökes) und Toilette nach Art des wilden Westens. Gaaaaanz toll :D

Jetzt geht's los... zumindest ein bisschen
Heute war endlich der erste "offizielle" Termin angesagt, die Einschreibung am Sprachzentrum. Wie alles andere hier im Prinzip völlig stressfrei, aber ein bisschen chaotisch... aber der Reihe nach.
Problem Nummer eins war erstmal, dass man die kompletten Studiengebühren bar bezahlen muss. Also vorgestern flugs zum Geldautomaten, wo dann die Maximalsumme pro Tag abgehoben wurde, gestern das gleiche Spiel, und heute konnte ich dann mit einem sehr, sehr dicken Bündel Geld bei der Uni auftauchen und bezahlen. Man kann jedem Kriminellen eigentlich nur diesen Einschreibetag empfehlen, um das Büro zu überfallen, denn heute abend müssen die wirklich im Bargeld schwimmen. Hat sich aber wohl noch nicht rumgesprochen :)
Problem Nummer zwei ist, dass ich Stipendiat bin. Das ist zwar im Grunde gut, aber leider muss ich ein taiwanisches Konto haben, damit ich den taiwanischen Teil des Stipendiums kriegen kann. Also liegt das erstmal auf Eis, bis ich meine Alien Resident Card habe, dann wird das hoffentlich funktionieren. Die Ironie ist aber schon wundervoll, wenn die Studiengebühren bar bezahlt werden MÜSSEN, das Stipendium aber AUF KEINEN FALL bar ausgezahlt werden darf. Versteh das, wer will. Wenigstens hat der DAAD den deutschen Teil des Stipendiums wider Erwarten und wider aller vorherigen Ankündigen schon diese Woche überwiesen, so dass ich jetzt zumindest wieder ein paar Reserven hab.
Problem Nummer drei ist, dass ich jetzt immer noch außer einer dürren Quittung keinen Nachweis hab, dass ich tatsächlich eingeschrieben bin. Die ganzen Papiere werden dann jetzt wohl hoffentlich fertig gemacht, und die kann ich dann im Laufe der nächsten Woche abholen. Übernächste Woche werde ich dann wohl auch erfahren, wie mein Stundenplan aussieht, welche Zusatzkurse ich belegen muss/kann (ich spiele mit dem Gedanken, Tai Chi zu wählen)... und es wird noch ein Einführungs-Teeparty geben. Schaun mer mal, wie das wird.
Ansonsten vergrößert sich stetig der Bekanntenkreis, heute habe ich u.a. Max aus Australien kennengelernt, und da ich ein äußerst guter Mensch bin habe ich (als Quasi-Einheimischer) ihm erstmal erklärt, wie er an eine SIM-Karte kommt. Außerdem habe ich ihm angeboten, von seinem schuhkartongroßen Hotelzimmer in mein leerstehendes Zimmer zu ziehen, bis er eine Wohnung gefunden hat, wie das klappt wird man dann morgen oder so sehen. Es ist auf jeden Fall ziemlich lustig mit ihm zu reden, diesen Aussie-Akzent kann man kaum als Englisch identifizieren ;)
Im Übrigen halte ich weiterhin Ausschau nach Möglichkeiten, mich abseits von Basket- oder Baseball mannschaftsportlich zu betätigen, da habe ich heute vielleicht den entscheidenden Tipp bekommen. Der Sache werde ich jetzt erstmal nachgehen, und dann an dieser Stelle wieder darüber berichten.
Ach ja, die Unruhen mit Besetzung des Regierungssitzes und allem sind in Thailand, nicht in Taiwan. Keine Sorge also, falls das jemand so halb mitbekommen haben sollte. Hier ist wie immer alles in Butter :D
Problem Nummer eins war erstmal, dass man die kompletten Studiengebühren bar bezahlen muss. Also vorgestern flugs zum Geldautomaten, wo dann die Maximalsumme pro Tag abgehoben wurde, gestern das gleiche Spiel, und heute konnte ich dann mit einem sehr, sehr dicken Bündel Geld bei der Uni auftauchen und bezahlen. Man kann jedem Kriminellen eigentlich nur diesen Einschreibetag empfehlen, um das Büro zu überfallen, denn heute abend müssen die wirklich im Bargeld schwimmen. Hat sich aber wohl noch nicht rumgesprochen :)
Problem Nummer zwei ist, dass ich Stipendiat bin. Das ist zwar im Grunde gut, aber leider muss ich ein taiwanisches Konto haben, damit ich den taiwanischen Teil des Stipendiums kriegen kann. Also liegt das erstmal auf Eis, bis ich meine Alien Resident Card habe, dann wird das hoffentlich funktionieren. Die Ironie ist aber schon wundervoll, wenn die Studiengebühren bar bezahlt werden MÜSSEN, das Stipendium aber AUF KEINEN FALL bar ausgezahlt werden darf. Versteh das, wer will. Wenigstens hat der DAAD den deutschen Teil des Stipendiums wider Erwarten und wider aller vorherigen Ankündigen schon diese Woche überwiesen, so dass ich jetzt zumindest wieder ein paar Reserven hab.
Problem Nummer drei ist, dass ich jetzt immer noch außer einer dürren Quittung keinen Nachweis hab, dass ich tatsächlich eingeschrieben bin. Die ganzen Papiere werden dann jetzt wohl hoffentlich fertig gemacht, und die kann ich dann im Laufe der nächsten Woche abholen. Übernächste Woche werde ich dann wohl auch erfahren, wie mein Stundenplan aussieht, welche Zusatzkurse ich belegen muss/kann (ich spiele mit dem Gedanken, Tai Chi zu wählen)... und es wird noch ein Einführungs-Teeparty geben. Schaun mer mal, wie das wird.
Ansonsten vergrößert sich stetig der Bekanntenkreis, heute habe ich u.a. Max aus Australien kennengelernt, und da ich ein äußerst guter Mensch bin habe ich (als Quasi-Einheimischer) ihm erstmal erklärt, wie er an eine SIM-Karte kommt. Außerdem habe ich ihm angeboten, von seinem schuhkartongroßen Hotelzimmer in mein leerstehendes Zimmer zu ziehen, bis er eine Wohnung gefunden hat, wie das klappt wird man dann morgen oder so sehen. Es ist auf jeden Fall ziemlich lustig mit ihm zu reden, diesen Aussie-Akzent kann man kaum als Englisch identifizieren ;)
Im Übrigen halte ich weiterhin Ausschau nach Möglichkeiten, mich abseits von Basket- oder Baseball mannschaftsportlich zu betätigen, da habe ich heute vielleicht den entscheidenden Tipp bekommen. Der Sache werde ich jetzt erstmal nachgehen, und dann an dieser Stelle wieder darüber berichten.
Ach ja, die Unruhen mit Besetzung des Regierungssitzes und allem sind in Thailand, nicht in Taiwan. Keine Sorge also, falls das jemand so halb mitbekommen haben sollte. Hier ist wie immer alles in Butter :D
Sonntag, 24. August 2008
Dinge regeln auf die taiwanische Art
Tjajaja, jetzt hab ich mal einen Tag lang nichts geschrieben, aus doppeltem Grund. Zum einen muss ich das Publikum langsam von der täglichen Dosis entwöhnen (die ich so nicht aufrechterhalten werde), zum anderen war ich es leid, nur fürs Internet zum Wohnheim zurückzutingeln. Ist zwar nicht sehr weit, aber es ist ja auch ziemlich warm hier ;) Nun ist es aber so, dass ich seit heute daheim Internet habe, wodurch das Dilemma aufgelöst sein dürfte :)
Zwecks Internetbeschaffung waren Jackie und ich gestern bei der zuständigen Chunghwa-Telecom-Zweigstelle, aber da zeigte sich schnell, dass staatliche Telefongesellschaften auf der ganzen Welt vergleichbar sind: Die Abzocksteuer ist meistens schon mit drin :) Nach rumrechnen mit Grund- Zusatz- Neben- und Schießmichtot-Gebühren kamen wir zu dem Schluss, dass das kein guter Deal wäre, er hatte stattdessen eine andere Idee. Er hat nämlich in seiner Wohnung natürlich Breitband-Internet, und nach einem Telefonat mit einem Kumpel meinte er, dass wir da was machen könnten. Ich sollte mir den Sonntag mal freihalten, dann käme jemand vorbei.
Bei der Deutschen Telekom hätte man einen Sonntagstermin getrost ins Reich der Fabeln verweisen können, aber es kam tatsächlich jemand, und wie. Bewaffnet mit Modem und Kabeln, aber auch mit Bolzenschneider und Klebeband, legte er los wie die Feuerwehr: Zunächst mal wurde die Verkabelung stilecht an der Außenwand aus meinem Fenster zu Jackies Fenster verlegt (zu Tode gestürzt ist dabei trotz Klettereinlage zum Glück niemand), dann wurde der Kabelsalat nach Herzenslust aufgedröselt, zugeschnitten, mit Klebeband wieder zugedröselt, bis ich letzlich auch mit an der Leitung hing. Der Techniker war übrigens tatsächlich Mitarbeiter der Kabelgesellschaft, mit Uniform und Papieren, trotzdem sah die ganze Aktion für mich schon sehr grenzwertig-illegal aus... aber solange es funktioniert, werde ich mich nicht beschweren :D
Angenehmer Nebeneffekt: Nochmal deutlich gesunkene Kosten für mich. Nachdem ich mich jetzt doch zu einem Vertrag durchringen konnte, haben wir uns deswegen auch mal zusammengesetzt, und wir sind zu dem Schluss gekommen, die Nebenkosten einfach auch pauschal abzurechnen, so dass ich jetzt monatlich für Gas, Strom, Wasser, Internet etc. auf etwa 30 Euro komme. Damit werde ich leben können, denke ich ;) Apropos Gas: Bei der Gelegenheit hat Jackie auch festgestellt, dass das Gas ja schon fast leer ist, also hat er wieder einen seiner wundersamen Anrufe getätigt, und unfassbare 10 MINUTEN SPÄTER kam der Gasmann mit dem neuen Tank schon die Treppe hochgeschnauft, AN EINEM SONNTAG! Das Leben kann so einfach sein, wenn man nicht in Deutschland ist.
Und was mach ich eigentlich sonst so? Zum einen hat das Einräumen/Aufräumen/Putzen der Wohnung doch länger gedauert als gedacht (das mach ich so schnell nicht wieder), dafür ist es jetzt auch ganz wohnlich; Zum Beweis ein patriotisches Foto einer ehemals kahlen Wand, und auch alle anderen Mitbringsel wurden liebevoll verteilt, versprochen:

Zum anderen musste ich natürlich auch endlich mal gucken, ob der Strand noch da ist. Tatsächlich, er ist es, inklusive Rettungschwimmer, so eifrig wie eh und je.


Und wie das halt so ist mit Strandtagen, man fault dann tendenziell rum bis die Sonne weg ist...


Aber ich bin ja nicht nur faul. Beispielsweise bringe ich auch ab und zu mal den Müll raus, denn nirgendwo macht es so viel Spaß wie hier...
Zwecks Internetbeschaffung waren Jackie und ich gestern bei der zuständigen Chunghwa-Telecom-Zweigstelle, aber da zeigte sich schnell, dass staatliche Telefongesellschaften auf der ganzen Welt vergleichbar sind: Die Abzocksteuer ist meistens schon mit drin :) Nach rumrechnen mit Grund- Zusatz- Neben- und Schießmichtot-Gebühren kamen wir zu dem Schluss, dass das kein guter Deal wäre, er hatte stattdessen eine andere Idee. Er hat nämlich in seiner Wohnung natürlich Breitband-Internet, und nach einem Telefonat mit einem Kumpel meinte er, dass wir da was machen könnten. Ich sollte mir den Sonntag mal freihalten, dann käme jemand vorbei.
Bei der Deutschen Telekom hätte man einen Sonntagstermin getrost ins Reich der Fabeln verweisen können, aber es kam tatsächlich jemand, und wie. Bewaffnet mit Modem und Kabeln, aber auch mit Bolzenschneider und Klebeband, legte er los wie die Feuerwehr: Zunächst mal wurde die Verkabelung stilecht an der Außenwand aus meinem Fenster zu Jackies Fenster verlegt (zu Tode gestürzt ist dabei trotz Klettereinlage zum Glück niemand), dann wurde der Kabelsalat nach Herzenslust aufgedröselt, zugeschnitten, mit Klebeband wieder zugedröselt, bis ich letzlich auch mit an der Leitung hing. Der Techniker war übrigens tatsächlich Mitarbeiter der Kabelgesellschaft, mit Uniform und Papieren, trotzdem sah die ganze Aktion für mich schon sehr grenzwertig-illegal aus... aber solange es funktioniert, werde ich mich nicht beschweren :D
Angenehmer Nebeneffekt: Nochmal deutlich gesunkene Kosten für mich. Nachdem ich mich jetzt doch zu einem Vertrag durchringen konnte, haben wir uns deswegen auch mal zusammengesetzt, und wir sind zu dem Schluss gekommen, die Nebenkosten einfach auch pauschal abzurechnen, so dass ich jetzt monatlich für Gas, Strom, Wasser, Internet etc. auf etwa 30 Euro komme. Damit werde ich leben können, denke ich ;) Apropos Gas: Bei der Gelegenheit hat Jackie auch festgestellt, dass das Gas ja schon fast leer ist, also hat er wieder einen seiner wundersamen Anrufe getätigt, und unfassbare 10 MINUTEN SPÄTER kam der Gasmann mit dem neuen Tank schon die Treppe hochgeschnauft, AN EINEM SONNTAG! Das Leben kann so einfach sein, wenn man nicht in Deutschland ist.
Und was mach ich eigentlich sonst so? Zum einen hat das Einräumen/Aufräumen/Putzen der Wohnung doch länger gedauert als gedacht (das mach ich so schnell nicht wieder), dafür ist es jetzt auch ganz wohnlich; Zum Beweis ein patriotisches Foto einer ehemals kahlen Wand, und auch alle anderen Mitbringsel wurden liebevoll verteilt, versprochen:
Zum anderen musste ich natürlich auch endlich mal gucken, ob der Strand noch da ist. Tatsächlich, er ist es, inklusive Rettungschwimmer, so eifrig wie eh und je.

Und wie das halt so ist mit Strandtagen, man fault dann tendenziell rum bis die Sonne weg ist...
Aber ich bin ja nicht nur faul. Beispielsweise bringe ich auch ab und zu mal den Müll raus, denn nirgendwo macht es so viel Spaß wie hier...
Freitag, 22. August 2008
Bilder vom Dach der Welt
Sieht so aus, als hätte ich mir den falschen Tag zum Umziehen ausgesucht. Angesichts des mangelnden Aufzugs und meiner punktgenau gepackten 20,9 kg Gepäck wollte ich das Taschenschleppen auf drei lockere Etappen verteilen, und das klang in der Theorie auch ganz gut. Praktisch hat sich herausgestellt, dass der Taifun wohl unter einer gespaltenen Persönlichkeit leidet, denn gestern gabs den Wind, heute den Regen, so dass ich versucht habe immer zwischen den Wolkenbrüchen trocken rüberzuspurten. Hat aber leider nicht 100% geklappt ;)
Als zweites Ärgernis erwiesen sich die anscheinend weltweit aktiven Mormonen, die ausgerechnet heute eine kuriose Missionierungsveranstaltung vor dem Wohnheim abhalten mussten und mich mit ihrer permanent künstlich-überdrehten Freundlichkeit jedesmal nervten, wenn ich auch nur in Sichtweite war. Ich bin jedenfalls nicht so traurig, dass sie auch ihren fairen Anteil des Regens abbekommen haben...
Aber nun zum eigentlich Wichtigen, den versprochenen Bildern (entstanden, als es gerade mal schön war). In geographisch korrekter Reihenfolge zweigt man zunächst von der Hauptstraße (Changrong Road, Abschnitt 4) in die Lane 31 ab, und zwar beim "Pub 259". Purer Zufall natürlich, dass ich direkt an einer Kneipe wohne.

Bei der entzückenden Statue von Mutter und Kind biegt man nach links in die Alley 23...

...die so aussieht:

Ein paar Meter weiter steht man dann vor Haustür Nummer 31. Ganz simpel, oder?

Nach Durchschreiten der Tür heißt es dann natürlich klettern, bis nach ganz oben, da wartet meine üppige Dachterrasse.

Auf der anderen Seite erkennt man dann meine Freiluft-Waschmaschine (toll, was?) und den Eingang zum eigentlichen Wohnbereich. Um die Pflanzen muss ich mich übrigens nicht selber kümmern, das wäre auch ihr sicherer Tod ;) Das weiße Gitter, das man sieht, ist übrigens nicht abgesperrt oder so, das heißt ich kann nach Belieben auf dem ganzen Dach rumturnen.

Das hab ich dann auch mal gemacht... zunächst ein Bildchen nach rechts:

Dann eins nach links (das kleine weiße Gebäude ungefähr in der Mitte ist übrigens das Wohnheim):

Und eins nach ganz weit links:

Der Blick von der anderen Seite ist weniger spektakulär, da kann ich im Wesentlichen meinen Nachbarn ins Schlafzimmer gucken ;)

Hinter der Glastür findet man dann rechts das Wohnzimmer, wobei der Fernseher über 100 Programme bereithält. Erste Zählungen haben ergeben, dass ca. 3 englischsprachige dabei sind, aber ich bin ja zum Lernen hier.

Auf der gegenüberliegenden Seite ist die "Küche", wobei die einzigen vorhandenen Geräte der Kühlschrank und der Wasserkocher sind. Aber hey, das reicht ja für Tee und Fertignudeln, zu mehr könnte ich mich sowieso nicht aufraffen. Immerhin ist die Ausstattung an Besteck und Geschirr vollständig, auch wenn ich das Zeug vielleicht nochmal spülen sollte, bevor ich es benutze. Wofür das tote Tier links zu gebrauchen ist habe ich noch nicht rausgefunden, aber es sieht aus als würde es schön warmhalten...

In den Rest der Wohnung gelangt man dann durch zwei Türen, hinter denen sich (Überraschung!) die zwei Schlafzimmer verbergen...

...eins links...

...eins rechts.

Ich denke, ich nehme erstmal das rechte in Beschlag. Schließlich gibts da ZWEI Tische, auf denen es Müll zu verteilen gilt. Das andere läuft dann wohl erstmal unter Gästezimmer.
Ansonsten ist die kleine visuelle Rundreise an dieser Stelle beendet, das Klo will ja nun wirklich niemand mehr sehen. Morgen werden Jackie und ich noch das Internet-Problem in Angriff nehmen, und dann sollte erstmal alles in Butter sein. Zu diesem speziellem Thema gibts auch einen gerade besonders treffenden Comic, aber ich wäre SEHR überrascht, wenn das jemand außer mir verstünde oder gar lustig fände. Stört mich aber natürlich wie immer nicht die Bohne.
Als zweites Ärgernis erwiesen sich die anscheinend weltweit aktiven Mormonen, die ausgerechnet heute eine kuriose Missionierungsveranstaltung vor dem Wohnheim abhalten mussten und mich mit ihrer permanent künstlich-überdrehten Freundlichkeit jedesmal nervten, wenn ich auch nur in Sichtweite war. Ich bin jedenfalls nicht so traurig, dass sie auch ihren fairen Anteil des Regens abbekommen haben...
Aber nun zum eigentlich Wichtigen, den versprochenen Bildern (entstanden, als es gerade mal schön war). In geographisch korrekter Reihenfolge zweigt man zunächst von der Hauptstraße (Changrong Road, Abschnitt 4) in die Lane 31 ab, und zwar beim "Pub 259". Purer Zufall natürlich, dass ich direkt an einer Kneipe wohne.
Bei der entzückenden Statue von Mutter und Kind biegt man nach links in die Alley 23...
...die so aussieht:
Ein paar Meter weiter steht man dann vor Haustür Nummer 31. Ganz simpel, oder?
Nach Durchschreiten der Tür heißt es dann natürlich klettern, bis nach ganz oben, da wartet meine üppige Dachterrasse.
Auf der anderen Seite erkennt man dann meine Freiluft-Waschmaschine (toll, was?) und den Eingang zum eigentlichen Wohnbereich. Um die Pflanzen muss ich mich übrigens nicht selber kümmern, das wäre auch ihr sicherer Tod ;) Das weiße Gitter, das man sieht, ist übrigens nicht abgesperrt oder so, das heißt ich kann nach Belieben auf dem ganzen Dach rumturnen.
Das hab ich dann auch mal gemacht... zunächst ein Bildchen nach rechts:
Dann eins nach links (das kleine weiße Gebäude ungefähr in der Mitte ist übrigens das Wohnheim):
Und eins nach ganz weit links:
Der Blick von der anderen Seite ist weniger spektakulär, da kann ich im Wesentlichen meinen Nachbarn ins Schlafzimmer gucken ;)
Hinter der Glastür findet man dann rechts das Wohnzimmer, wobei der Fernseher über 100 Programme bereithält. Erste Zählungen haben ergeben, dass ca. 3 englischsprachige dabei sind, aber ich bin ja zum Lernen hier.
Auf der gegenüberliegenden Seite ist die "Küche", wobei die einzigen vorhandenen Geräte der Kühlschrank und der Wasserkocher sind. Aber hey, das reicht ja für Tee und Fertignudeln, zu mehr könnte ich mich sowieso nicht aufraffen. Immerhin ist die Ausstattung an Besteck und Geschirr vollständig, auch wenn ich das Zeug vielleicht nochmal spülen sollte, bevor ich es benutze. Wofür das tote Tier links zu gebrauchen ist habe ich noch nicht rausgefunden, aber es sieht aus als würde es schön warmhalten...
In den Rest der Wohnung gelangt man dann durch zwei Türen, hinter denen sich (Überraschung!) die zwei Schlafzimmer verbergen...
...eins links...
...eins rechts.
Ich denke, ich nehme erstmal das rechte in Beschlag. Schließlich gibts da ZWEI Tische, auf denen es Müll zu verteilen gilt. Das andere läuft dann wohl erstmal unter Gästezimmer.
Ansonsten ist die kleine visuelle Rundreise an dieser Stelle beendet, das Klo will ja nun wirklich niemand mehr sehen. Morgen werden Jackie und ich noch das Internet-Problem in Angriff nehmen, und dann sollte erstmal alles in Butter sein. Zu diesem speziellem Thema gibts auch einen gerade besonders treffenden Comic, aber ich wäre SEHR überrascht, wenn das jemand außer mir verstünde oder gar lustig fände. Stört mich aber natürlich wie immer nicht die Bohne.
Donnerstag, 21. August 2008
Fortuna kommt aus Düsseldorf
Zunächst mal zum Taifun: Ja, ich lebe noch! Es ging zwar ein heftiger Wind, der Fahrräder und Blumentöpfe umwarf, und ein paar Bäume haben wohl auch Äste verloren, aber es war wenigstens trocken. Alles kein Ding also, auch wenn ich mich dann doch bevorzugt drinnen aufgehalten hab. Nun aber zum eigentlichen Thema:
Die Suche ist vorbei, ehe sie richtig angefangen hat: Seit heute bin ich in Besitz eines Wohnungsschlüssels, eigentlich sogar eines ganzen Schlüsselbundes für diverse Eingangs-, Zwischen- und Zimmertüren. Und das kam so:
Gestern bin ich mal kurz beim Sprachzentrum vorstellig geworden, in erster Linie um abzuklopfen was evtl. an Verwaltungskrams meinerseits zu erledigen ist. Dort wurde mir gesagt, darüber solle ich mir doch erstmal keine Gedanken machen, viel wichtiger wäre es eine Unterkunft zu finden, und ob ich schon eine hätte. Auf mein beiläufiges "Nein, ich suche noch" hin meinte eine der äußerst netten Sekretärinnen, sie wüsste da was, das vor kurzem frei geworden wäre, ich solle mich kurz gedulden (natürlich wurde mir an dieser Stelle auch Tee angeboten...). Nach ein paar Telefonaten konnte sie mir die Eckdaten der Wohnung nennen, die soweit gut klangen, also wurde noch am gleichen Tag ein Besichtigungstermin ausgemacht... und bei diesem Termin wurde nach 10 min der Deal per Handschlag besiegelt :)
Jetzt könnte man einwenden, es ist nicht gerade schlau, die erstbeste Wohnung zu nehmen, aber ich habe es einfach so gehalten wie beim Klamottenkaufen: "Wenns passt, wozu weitersuchen?" Sicher wäre eine tage- oder wochenlange Wohnungssuche auch irgendwie unterhaltsam gewesen, aber wenn ich mir den Stress sparen kann, warum nicht? Und die Vorteile meines neuen Domizils sind auch nicht von der Hand zu weisen:
1. Direkte Nähe zur Uni! Tatsächlich liegt das Haus auf der selben Straße wie das Wohnheim, in dem ich momentan hause, der Umzug dürfte also kein Kraftakt werden.
2. Mehr als genug Platz! Ein Wohnzimmer, zwei Schlafzimmer, dazu eine obszön große Terrasse. Die Wohnfläche kann ich zwar nicht genau beziffern, aber "mehr als genug" trifft es ganz gut.
3. Komplette Ausstattung! Zwei Betten, diverse Schreibtische und Schränke, Sofa, Fernseher, Kühlschrank, Klimaanlage, Waschmaschine, Trockner (auch wenn er bei diesem Klima weitgehend nutzos ist) etc. pp. Spontan ist mir jedenfalls nichts eingefallen, was fehlt.
4. Vernünftiger Preis! Die Kaltmiete ist deutlich unter dem, was ich mir als Limit gesetzt hatte, und auch wenn noch Strom, Gas und Internet hinzukommen bleibt es ein guter Deal, wenn man sich vergleichbare Angebote in der Stadt anguckt. Angst, an dieser Stelle abgezockt zu werden, habe ich übrigens keine, siehe nächster Punkt.
5. Ein Traum von Vermieter! Ein ehemaliger Chemie-Doktorand, der auf sanften Druck der Familie das anscheinend aussichtslose Fertigstellen seiner Dissertation aufgegeben hat und jetzt einen "richtigen" Job hat. Spricht aber dank des Forschungs-Hintergrundes perfektes Englisch, was alles sehr unkompliziert machen dürfte. Die sonst übliche Kaution von 2 Monatsmieten hat er mir direkt erlassen, und er lässt mich auch ab sofort da einziehen, bezahlen soll ich erst ab September. Anscheinend war die persönliche Empfehlung der befreundeten Sekretärin Gold wert :) Er will im Zuge des gegenseitigen Vertrauens sogar auf einen Vertrag verzichten, aber der Deutsche in mir muss darüber nochmal nachdenken ;) Ach ja, und sein englischer Name ist Jackie Chan (nein, nicht der echte Jackie Chan, aber immerhin). Besser geht's kaum noch.
Alles in allem bin ich also mit der schicksalhaften Fügung der Ereignisse sehr zufrieden. Jetzt müssen Jackie und ich nur noch schauen, dass wir einen Internet-Vetrag für mich bekommen (sollte kein großes Problem werden), und den einzigen gravierenden Nachteil der Wohnung will ich an dieser Stelle auch nicht verschweigen: Sie liegt im 6. Stock, und es gibt keinen Aufzug... fitte Besucher, Gäste und Untermieter sind natürlich trotzdem willkommen, und zwar unter folgender Adresse:
5F., No.31,
Alley 23, Lane 31,
Sec. 4, Changrong Rd.,
North District, Tainan City 704,
Taiwan (R.O.C.)
Die chinesische Version spar ich mir mal an dieser Stelle :) Der geneigte Leser mag übrigens denken "WAS!?! Keine Bilder?", aber die werde ich alsbald nachliefern, zusammen mit einem Erklärungsversuch für die ultralange Adresse.
Die Suche ist vorbei, ehe sie richtig angefangen hat: Seit heute bin ich in Besitz eines Wohnungsschlüssels, eigentlich sogar eines ganzen Schlüsselbundes für diverse Eingangs-, Zwischen- und Zimmertüren. Und das kam so:
Gestern bin ich mal kurz beim Sprachzentrum vorstellig geworden, in erster Linie um abzuklopfen was evtl. an Verwaltungskrams meinerseits zu erledigen ist. Dort wurde mir gesagt, darüber solle ich mir doch erstmal keine Gedanken machen, viel wichtiger wäre es eine Unterkunft zu finden, und ob ich schon eine hätte. Auf mein beiläufiges "Nein, ich suche noch" hin meinte eine der äußerst netten Sekretärinnen, sie wüsste da was, das vor kurzem frei geworden wäre, ich solle mich kurz gedulden (natürlich wurde mir an dieser Stelle auch Tee angeboten...). Nach ein paar Telefonaten konnte sie mir die Eckdaten der Wohnung nennen, die soweit gut klangen, also wurde noch am gleichen Tag ein Besichtigungstermin ausgemacht... und bei diesem Termin wurde nach 10 min der Deal per Handschlag besiegelt :)
Jetzt könnte man einwenden, es ist nicht gerade schlau, die erstbeste Wohnung zu nehmen, aber ich habe es einfach so gehalten wie beim Klamottenkaufen: "Wenns passt, wozu weitersuchen?" Sicher wäre eine tage- oder wochenlange Wohnungssuche auch irgendwie unterhaltsam gewesen, aber wenn ich mir den Stress sparen kann, warum nicht? Und die Vorteile meines neuen Domizils sind auch nicht von der Hand zu weisen:
1. Direkte Nähe zur Uni! Tatsächlich liegt das Haus auf der selben Straße wie das Wohnheim, in dem ich momentan hause, der Umzug dürfte also kein Kraftakt werden.
2. Mehr als genug Platz! Ein Wohnzimmer, zwei Schlafzimmer, dazu eine obszön große Terrasse. Die Wohnfläche kann ich zwar nicht genau beziffern, aber "mehr als genug" trifft es ganz gut.
3. Komplette Ausstattung! Zwei Betten, diverse Schreibtische und Schränke, Sofa, Fernseher, Kühlschrank, Klimaanlage, Waschmaschine, Trockner (auch wenn er bei diesem Klima weitgehend nutzos ist) etc. pp. Spontan ist mir jedenfalls nichts eingefallen, was fehlt.
4. Vernünftiger Preis! Die Kaltmiete ist deutlich unter dem, was ich mir als Limit gesetzt hatte, und auch wenn noch Strom, Gas und Internet hinzukommen bleibt es ein guter Deal, wenn man sich vergleichbare Angebote in der Stadt anguckt. Angst, an dieser Stelle abgezockt zu werden, habe ich übrigens keine, siehe nächster Punkt.
5. Ein Traum von Vermieter! Ein ehemaliger Chemie-Doktorand, der auf sanften Druck der Familie das anscheinend aussichtslose Fertigstellen seiner Dissertation aufgegeben hat und jetzt einen "richtigen" Job hat. Spricht aber dank des Forschungs-Hintergrundes perfektes Englisch, was alles sehr unkompliziert machen dürfte. Die sonst übliche Kaution von 2 Monatsmieten hat er mir direkt erlassen, und er lässt mich auch ab sofort da einziehen, bezahlen soll ich erst ab September. Anscheinend war die persönliche Empfehlung der befreundeten Sekretärin Gold wert :) Er will im Zuge des gegenseitigen Vertrauens sogar auf einen Vertrag verzichten, aber der Deutsche in mir muss darüber nochmal nachdenken ;) Ach ja, und sein englischer Name ist Jackie Chan (nein, nicht der echte Jackie Chan, aber immerhin). Besser geht's kaum noch.
Alles in allem bin ich also mit der schicksalhaften Fügung der Ereignisse sehr zufrieden. Jetzt müssen Jackie und ich nur noch schauen, dass wir einen Internet-Vetrag für mich bekommen (sollte kein großes Problem werden), und den einzigen gravierenden Nachteil der Wohnung will ich an dieser Stelle auch nicht verschweigen: Sie liegt im 6. Stock, und es gibt keinen Aufzug... fitte Besucher, Gäste und Untermieter sind natürlich trotzdem willkommen, und zwar unter folgender Adresse:
5F., No.31,
Alley 23, Lane 31,
Sec. 4, Changrong Rd.,
North District, Tainan City 704,
Taiwan (R.O.C.)
Die chinesische Version spar ich mir mal an dieser Stelle :) Der geneigte Leser mag übrigens denken "WAS!?! Keine Bilder?", aber die werde ich alsbald nachliefern, zusammen mit einem Erklärungsversuch für die ultralange Adresse.
Mittwoch, 20. August 2008
Kurzes Update
Hurra, die erste Taifunwarnung! Davon hab ich zwar nur durch Zufall was mitbekommen, sieht aber auch nicht besonders schlimm aus. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das Ding einfach an Taiwan vorbeiziehen (anzuschauen auf der Website des Central Weather Bureau). Kein Grund zur Panik also ;)
Ansonsten bin ich kurz davor bei der Wohnungssuche Vollzug zu melden, schneller als gedacht und unter äußerst glücklichen Umständen. Details dazu gibts aber erst, wenn der Vertrag unterschrieben und der Schlüssel in Empfang genommen ist, schließlich soll man das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist... Ende der Woche weiß ich hoffentlich mehr.
Abschließend noch, für einige unkundige Leser, die Klärung der Frage: Was ist eigentlich Nai Cha? Die Antwort gibts wie immer bei Wikipedia.
Ansonsten bin ich kurz davor bei der Wohnungssuche Vollzug zu melden, schneller als gedacht und unter äußerst glücklichen Umständen. Details dazu gibts aber erst, wenn der Vertrag unterschrieben und der Schlüssel in Empfang genommen ist, schließlich soll man das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erlegt ist... Ende der Woche weiß ich hoffentlich mehr.
Abschließend noch, für einige unkundige Leser, die Klärung der Frage: Was ist eigentlich Nai Cha? Die Antwort gibts wie immer bei Wikipedia.
Dienstag, 19. August 2008
Fleißig wie immer
Trotz gesteigerter Müdigkeit war ich gestern noch in der Lage, mir endlich den ersten Nai Cha zu beschaffen, erfrischend und lecker wie eh und je:
Auf dem Weg konnte ich dann übrigens auch feststellen, dass der gute, alte Banyan-Tree noch steht. Apropos Holz: Zu meinem Erstaunen sind Wegwerf-Holzstäbchen anscheinend auf dem Rückzug, ich habe zum Essen in einer der üblichen Buden abwaschbare Plastikexemplare bekommen... scheint sich herumzusprechen, dass Umweltschutz eine gute Sache sein könnte.

Nachher traf ich dann noch einige glückliche Teilnehmer des Taiwan Summer Institute Programs (für Nichtwissende: Das Programm, an dem ich vor 2 Jahren teilgenommen hab). Die machten soweit einen netten Eindruck, ich hielt sie aber auf ihrem Weg zum Basketballfeld nicht weiter auf und begab mich stattdessen lieber in meine Schlafstätte:
Wie gesagt, die Matratzenstärke hat gefühlt mindestens 1 cm zugenommen, jedenfalls schläft es sich darauf hervorragend, was ich dann gleich mal auch bis mittags gemacht habe :) Dann war ich aber wieder fleißig, so wie man es sonst von mir kennt: Als erste Amtshandlung hab ich mir beim Fahrrad-Opa einen fahrbaren Untersatz besorgt. Der gute Mann kann inzwischen sogar schon ein paar Brocken Englisch, dafür hat sich der Preis von früher 800 auf inzwischen 1200 Dollar erhöht. Naja, immer noch im vertretbaren Rahmen.
Danach bin ich auch flugs (und wie allerorten dringend empfohlen) zur Einwanderungsbehörde gefahren, um meine Alien Resident Card zu beantragen. Alles in allem sehr unproblematisch, ohne langes Warten oder unnötige Bürokratie. In 2 Wochen werde ich das gute Stück wohl hoffentlich in Händen halten und mich dann "Einwohner" dieses schönen Landes nennen.
Weil alles so gut lief ging ich gleich mutig den nächsten Punkt an: Meine alte SIM-Karte von 2006 funktionierte nicht mehr, also wollte ich mal bei der Chunghwa-Telecom nachfragen, was ich da machen kann. Angenehmerweise wurde der ausländische Trottel, der kein Chinesich spricht (ich) direkt an den Wartenden vorbei zum Schalter gewunken, wo mir die Dame mit strahlendstem Lächeln erklärte, dass die Karte abgelaufen sei und ich sie wegschmeißen könnte. Allerdings verkaufte sie mir ohne weitere Probleme einfach eine neue Karte, Problem gelöst, ich bin wieder erreichbar:
+886910329644
Da alles dermaßen reibungslos lief hab ich mich dann auch gleich mal daran gemacht, mir eine Wohnung zu suchen. Da kann ich noch keinen endgültigen Erfolg vermelden (das wäre wohl ein bisschen zuviel des Guten), aber zumindest hab ich auf einer englischsprachigen Website einige interessante Angebote gefunden. Morgen werde ich dann wohl mal ein bisschen rumtelefonieren (bzw. telefonieren lassen). Mal schauen, was dabei rauskommt.
Ach ja, um noch die Frage zu klären, was es mit meiner URL auf sich hat: Egon Wanke ist seines Zeichens Professor an der Uni Düsseldorf. Die Adresse ist schon seit längerem in meinem Besitz, sie war frei und leicht zu merken, und bis zum heutigen Tage weiß er nichts davon :)
Auf dem Weg konnte ich dann übrigens auch feststellen, dass der gute, alte Banyan-Tree noch steht. Apropos Holz: Zu meinem Erstaunen sind Wegwerf-Holzstäbchen anscheinend auf dem Rückzug, ich habe zum Essen in einer der üblichen Buden abwaschbare Plastikexemplare bekommen... scheint sich herumzusprechen, dass Umweltschutz eine gute Sache sein könnte.

Nachher traf ich dann noch einige glückliche Teilnehmer des Taiwan Summer Institute Programs (für Nichtwissende: Das Programm, an dem ich vor 2 Jahren teilgenommen hab). Die machten soweit einen netten Eindruck, ich hielt sie aber auf ihrem Weg zum Basketballfeld nicht weiter auf und begab mich stattdessen lieber in meine Schlafstätte:
Wie gesagt, die Matratzenstärke hat gefühlt mindestens 1 cm zugenommen, jedenfalls schläft es sich darauf hervorragend, was ich dann gleich mal auch bis mittags gemacht habe :) Dann war ich aber wieder fleißig, so wie man es sonst von mir kennt: Als erste Amtshandlung hab ich mir beim Fahrrad-Opa einen fahrbaren Untersatz besorgt. Der gute Mann kann inzwischen sogar schon ein paar Brocken Englisch, dafür hat sich der Preis von früher 800 auf inzwischen 1200 Dollar erhöht. Naja, immer noch im vertretbaren Rahmen.
Danach bin ich auch flugs (und wie allerorten dringend empfohlen) zur Einwanderungsbehörde gefahren, um meine Alien Resident Card zu beantragen. Alles in allem sehr unproblematisch, ohne langes Warten oder unnötige Bürokratie. In 2 Wochen werde ich das gute Stück wohl hoffentlich in Händen halten und mich dann "Einwohner" dieses schönen Landes nennen.
Weil alles so gut lief ging ich gleich mutig den nächsten Punkt an: Meine alte SIM-Karte von 2006 funktionierte nicht mehr, also wollte ich mal bei der Chunghwa-Telecom nachfragen, was ich da machen kann. Angenehmerweise wurde der ausländische Trottel, der kein Chinesich spricht (ich) direkt an den Wartenden vorbei zum Schalter gewunken, wo mir die Dame mit strahlendstem Lächeln erklärte, dass die Karte abgelaufen sei und ich sie wegschmeißen könnte. Allerdings verkaufte sie mir ohne weitere Probleme einfach eine neue Karte, Problem gelöst, ich bin wieder erreichbar:
+886910329644
Da alles dermaßen reibungslos lief hab ich mich dann auch gleich mal daran gemacht, mir eine Wohnung zu suchen. Da kann ich noch keinen endgültigen Erfolg vermelden (das wäre wohl ein bisschen zuviel des Guten), aber zumindest hab ich auf einer englischsprachigen Website einige interessante Angebote gefunden. Morgen werde ich dann wohl mal ein bisschen rumtelefonieren (bzw. telefonieren lassen). Mal schauen, was dabei rauskommt.
Ach ja, um noch die Frage zu klären, was es mit meiner URL auf sich hat: Egon Wanke ist seines Zeichens Professor an der Uni Düsseldorf. Die Adresse ist schon seit längerem in meinem Besitz, sie war frei und leicht zu merken, und bis zum heutigen Tage weiß er nichts davon :)
Montag, 18. August 2008
Ich bin wieder hier...
Inzwischen bin ich glücklich in Tainan angekommen, trotz Umsteigens sogar mit vollständigen Gepäck. Von Taipei aus hab ich auch (wie ich mir vorgenommen hatte) den "High Speed Train" genommen, das war aber weniger spektakulär als gedacht. An keiner Stelle über 300 Km/h, also war es fast wie ICE fahren in Deutschland. Allerdings war der Zug auf die Sekunde pünktlich, bei der DB hat man das ja nicht sooo oft :)

Am Bahnhof in Tainan wurde ich dann vom treffend betitelten "Frost"-Baseball begrüßt, der mir verriet, was ich ohnehin schon wusste: Es ist schweineheiß, dazu die Luftfeuchte, herrlich. Genau wie ich es in Erinnerung hatte.

Hübsches Detail am Rande: Es gibt hier auch einen "Park and Ride"-Parkplatz wie in Deutschland, nur heißt das hier "Kiss and Ride". Klang verlockend, aber ich hab dann doch lieber den Bus genommen.

Beim COMC bzw. beim Wohnheim angekommen hatte ich dann wirklich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Man wird am Tor immer noch auf Deutsch begrüßt (dank Prof. Gao)...

...das Wohnheim sieht exakt genau so aus, wie vor zwei Jahren...

...und die Organisation ist genauso liebenswert-nutzlos wie damals. Der liebe Mirrors hätte mich eigentlich empfangen sollen, war aber natürlich nicht da. Von den anderen Anwesenden wusste keiner was, aber damit ich nicht auf der Straße schlafen muss hat man mir kurzerhand den Zimmerschlüssel von jemand anderem in die Hand gedrückt, der im Moment wohl für ein paar Tage verreist ist. Das ist einerseits gut (Dach über dem Kopf), andererseits werde ich wohl versuchen müssen mich nicht zu sehr breit zu machen, der Arme wird auch so schon nicht begeistert sein, dass ein Fremder sein Zimmer in Beschlag nimmt. Mirrors kam dann übrigens auch für 5 Minuten vorbei, meinte im Wesentlichen das passt schon alles so und wir gucken mal morgen oder so weiter. Herrlich. Wenigstens komm ich aber ins Internet, das ist auch schon mal was, und die Matratzen hier sind meinem Gefühl nach in den letzten Jahren erheblich dicker und bequemer geworden. Dazu werde ich aber noch Bildmaterial nachliefern, jetzt geh ich erstmal los und besorge mir einen Nai Cha, da freu ich mich nämlich schon den ganzen Tag drauf :D
Am Bahnhof in Tainan wurde ich dann vom treffend betitelten "Frost"-Baseball begrüßt, der mir verriet, was ich ohnehin schon wusste: Es ist schweineheiß, dazu die Luftfeuchte, herrlich. Genau wie ich es in Erinnerung hatte.
Hübsches Detail am Rande: Es gibt hier auch einen "Park and Ride"-Parkplatz wie in Deutschland, nur heißt das hier "Kiss and Ride". Klang verlockend, aber ich hab dann doch lieber den Bus genommen.
Beim COMC bzw. beim Wohnheim angekommen hatte ich dann wirklich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Man wird am Tor immer noch auf Deutsch begrüßt (dank Prof. Gao)...
...das Wohnheim sieht exakt genau so aus, wie vor zwei Jahren...
...und die Organisation ist genauso liebenswert-nutzlos wie damals. Der liebe Mirrors hätte mich eigentlich empfangen sollen, war aber natürlich nicht da. Von den anderen Anwesenden wusste keiner was, aber damit ich nicht auf der Straße schlafen muss hat man mir kurzerhand den Zimmerschlüssel von jemand anderem in die Hand gedrückt, der im Moment wohl für ein paar Tage verreist ist. Das ist einerseits gut (Dach über dem Kopf), andererseits werde ich wohl versuchen müssen mich nicht zu sehr breit zu machen, der Arme wird auch so schon nicht begeistert sein, dass ein Fremder sein Zimmer in Beschlag nimmt. Mirrors kam dann übrigens auch für 5 Minuten vorbei, meinte im Wesentlichen das passt schon alles so und wir gucken mal morgen oder so weiter. Herrlich. Wenigstens komm ich aber ins Internet, das ist auch schon mal was, und die Matratzen hier sind meinem Gefühl nach in den letzten Jahren erheblich dicker und bequemer geworden. Dazu werde ich aber noch Bildmaterial nachliefern, jetzt geh ich erstmal los und besorge mir einen Nai Cha, da freu ich mich nämlich schon den ganzen Tag drauf :D
Mal so unterwegs
Tja, da es am Flughafen von Hong Kong freien Internetzugang gibt vertreib ich mir die Zeit mal mit schreiben :) Der Flug von Frankfurt hierher verlief (bis auf ein kleines Gewitter) relativ ereignislos, dank günstiger Flugzeit hab ich aber immerhin sowohl den Sonnenunter- als auch den aufgang erlebt, das ist ja schon mal was. Von letzterem, und vom ansehnlichen Flughafen zwischen Bergen unf Meer schon mal ein paar Bildchen. Und jetzt geht gleich mein Flieger nach Taipei, deswegen pack ich mal wieder ein...

