Freitag, 22. August 2008

Bilder vom Dach der Welt

Sieht so aus, als hätte ich mir den falschen Tag zum Umziehen ausgesucht. Angesichts des mangelnden Aufzugs und meiner punktgenau gepackten 20,9 kg Gepäck wollte ich das Taschenschleppen auf drei lockere Etappen verteilen, und das klang in der Theorie auch ganz gut. Praktisch hat sich herausgestellt, dass der Taifun wohl unter einer gespaltenen Persönlichkeit leidet, denn gestern gabs den Wind, heute den Regen, so dass ich versucht habe immer zwischen den Wolkenbrüchen trocken rüberzuspurten. Hat aber leider nicht 100% geklappt ;)

Als zweites Ärgernis erwiesen sich die anscheinend weltweit aktiven Mormonen, die ausgerechnet heute eine kuriose Missionierungsveranstaltung vor dem Wohnheim abhalten mussten und mich mit ihrer permanent künstlich-überdrehten Freundlichkeit jedesmal nervten, wenn ich auch nur in Sichtweite war. Ich bin jedenfalls nicht so traurig, dass sie auch ihren fairen Anteil des Regens abbekommen haben...

Aber nun zum eigentlich Wichtigen, den versprochenen Bildern (entstanden, als es gerade mal schön war). In geographisch korrekter Reihenfolge zweigt man zunächst von der Hauptstraße (Changrong Road, Abschnitt 4) in die Lane 31 ab, und zwar beim "Pub 259". Purer Zufall natürlich, dass ich direkt an einer Kneipe wohne.



Bei der entzückenden Statue von Mutter und Kind biegt man nach links in die Alley 23...



...die so aussieht:



Ein paar Meter weiter steht man dann vor Haustür Nummer 31. Ganz simpel, oder?



Nach Durchschreiten der Tür heißt es dann natürlich klettern, bis nach ganz oben, da wartet meine üppige Dachterrasse.



Auf der anderen Seite erkennt man dann meine Freiluft-Waschmaschine (toll, was?) und den Eingang zum eigentlichen Wohnbereich. Um die Pflanzen muss ich mich übrigens nicht selber kümmern, das wäre auch ihr sicherer Tod ;) Das weiße Gitter, das man sieht, ist übrigens nicht abgesperrt oder so, das heißt ich kann nach Belieben auf dem ganzen Dach rumturnen.



Das hab ich dann auch mal gemacht... zunächst ein Bildchen nach rechts:



Dann eins nach links (das kleine weiße Gebäude ungefähr in der Mitte ist übrigens das Wohnheim):



Und eins nach ganz weit links:



Der Blick von der anderen Seite ist weniger spektakulär, da kann ich im Wesentlichen meinen Nachbarn ins Schlafzimmer gucken ;)



Hinter der Glastür findet man dann rechts das Wohnzimmer, wobei der Fernseher über 100 Programme bereithält. Erste Zählungen haben ergeben, dass ca. 3 englischsprachige dabei sind, aber ich bin ja zum Lernen hier.



Auf der gegenüberliegenden Seite ist die "Küche", wobei die einzigen vorhandenen Geräte der Kühlschrank und der Wasserkocher sind. Aber hey, das reicht ja für Tee und Fertignudeln, zu mehr könnte ich mich sowieso nicht aufraffen. Immerhin ist die Ausstattung an Besteck und Geschirr vollständig, auch wenn ich das Zeug vielleicht nochmal spülen sollte, bevor ich es benutze. Wofür das tote Tier links zu gebrauchen ist habe ich noch nicht rausgefunden, aber es sieht aus als würde es schön warmhalten...



In den Rest der Wohnung gelangt man dann durch zwei Türen, hinter denen sich (Überraschung!) die zwei Schlafzimmer verbergen...



...eins links...



...eins rechts.



Ich denke, ich nehme erstmal das rechte in Beschlag. Schließlich gibts da ZWEI Tische, auf denen es Müll zu verteilen gilt. Das andere läuft dann wohl erstmal unter Gästezimmer.

Ansonsten ist die kleine visuelle Rundreise an dieser Stelle beendet, das Klo will ja nun wirklich niemand mehr sehen. Morgen werden Jackie und ich noch das Internet-Problem in Angriff nehmen, und dann sollte erstmal alles in Butter sein. Zu diesem speziellem Thema gibts auch einen gerade besonders treffenden Comic, aber ich wäre SEHR überrascht, wenn das jemand außer mir verstünde oder gar lustig fände. Stört mich aber natürlich wie immer nicht die Bohne.

5 Kommentare:

Anonymous walmat meinte...

Super! Da kann man Dich ja besuchen.
Wir fahren Sonntag zu Danka über Berlin 4-5 Tage.Weiter hin viel Spassssssss.Ma.&Pa.

22. August 2008 16:19  
Anonymous Patrick meinte...

"Hinter der Glastür findet man dann rechts das Wohnzimmer, wobei der Fernseher über 100 Programme bereithält. Erste Zählungen haben ergeben, dass ca. 3 englischsprachige dabei sind, aber ich bin ja zum Lernen hier."

Stimmt! Und du bist auch nicht zum Fernsehen dort! Lernen könntest du bei der Gelegenheit ja auch mal das Kochen, aber da ist der Herr ja zu faul für. Nee nee ;-)
Ansonsten sieht das durchaus besuchstauglich aus - wenn man mal so was tendenziell eher Unwichtiges wie Finanzen aus dem Spiel lässt, versteht sich.

22. August 2008 21:07  
Blogger Indy meinte...

Kann ich bitte Deinen Wohnzimmerteppich haben? xD

22. August 2008 21:08  
Anonymous Claudia meinte...

nicht schlecht, die hütte! Aber dir ist schon klar, dass du dich jetzt das restliche Jahr nicht mehr vor Besuchern retten kannst, gelle? Aber die kannst du ja dann auch alle beKOCHEN! :-))

23. August 2008 01:11  
Anonymous schon wieder die jana meinte...

Doch! Ich will das Klo sehen!

27. August 2008 21:40  

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